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Planung 3 Min. Lesezeit

Garten und Außenbeleuchtung smart planen: Was in den Boden gehört

Außenlicht, Gartensteckdosen, Bewässerung und Tor: Was Sie im Garten vorbereiten sollten, bevor Rasen und Pflaster liegen, und wie ein Smart Home den Außenbereich steuert.

Der Garten wird beim Hausbau oft zuletzt geplant. Wenn das Budget knapp wird, rutscht er ganz nach hinten. Das Problem: Sobald Pflaster, Terrasse und Rasen liegen, ist jede neue Leitung im Außenbereich mit Graben und Aufbrechen verbunden. Deshalb lohnt es sich, den Garten elektrisch zu planen, bevor die Außenanlagen entstehen, auch wenn die Leuchten selbst erst später kommen.

Erst die Nutzung, dann die Technik

Wie bei Innenräumen beginnt die Planung mit der Frage, wie Sie den Garten nutzen wollen:

  • Wo sitzen Sie abends, wo wird gegrillt?
  • Welche Wege gehen Sie im Dunkeln, etwa zur Mülltonne, zur Garage oder zum Gartenhaus?
  • Wo brauchen Sie Strom für Rasenmäher, Heckenschere, Teichpumpe oder Weihnachtsbeleuchtung?
  • Soll später bewässert werden, gibt es ein Tor oder eine Kamera am Eingang?

Aus diesen Antworten ergibt sich, wohin Leitungen und Leerrohre führen müssen. Ein einfacher Gartenplan mit Wegen, Sitzplätzen und Beeten reicht dafür völlig.

Was in den Boden gehört

Leerrohre vom Haus in den Garten. Mindestens ein Rohr zu jedem wichtigen Bereich: Terrasse, Garten, Einfahrt, Gartenhaus. Durch ein Rohr können Sie später Strom-, Bus- oder Netzwerkleitungen ziehen, ohne erneut zu graben.

Eine Leitung für Außenleuchten. Es lohnt sich, Wegebeleuchtung und Gartenbeleuchtung als eigene Stromkreise vorzusehen. Dann lassen sie sich getrennt schalten und automatisieren.

Außensteckdosen an mehreren Stellen. An der Terrasse, an der Garage und im hinteren Gartenbereich. Für den Außenbereich sind Steckdosen mit Klappdeckel und passender Schutzart nötig, und Fehlerstromschutzschalter sind für solche Kreise ohnehin vorgeschrieben.

Eine Leitung zum Tor und zum Briefkasten, wenn dort später Antrieb, Klingel oder Kamera hin sollen.

Warum gerade Rohre nach außen so wichtig sind, beschreibt unser Beitrag Leerrohre im Neubau.

Licht im Außenbereich sinnvoll steuern

Ein Smart Home kann das Außenlicht deutlich angenehmer machen:

  • Bewegungsmelder an Eingang, Einfahrt und Wegen. Das Licht geht an, wenn jemand kommt, und nach kurzer Zeit wieder aus.
  • Dämmerungsabhängige Grundbeleuchtung. Wegeleuchten mit geringer Helligkeit ab der Dämmerung, später in der Nacht aus.
  • Szenen für den Abend auf der Terrasse. Ein Tastendruck schaltet Terrassenlicht, Gartenstrahler und vielleicht eine Lichterkette gemeinsam.
  • Verknüpfung mit dem Haus. Licht im Garten geht an, wenn nachts ein Bewegungsmelder auslöst. Das hilft auch beim Einbruchschutz, wie der Beitrag Einbruchschutz mit Smart Home erklärt.

Achten Sie dabei auf Rücksicht: Licht, das nachts in Schlafzimmer der Nachbarn strahlt oder den ganzen Garten ausleuchtet, stört Menschen und Tiere. Gezielt nach unten gerichtetes, warmes Licht und Abschalten in der Nacht sind die bessere Wahl.

Bewässerung, Tor und mehr

Wer Bewässerung plant, braucht neben Wasserleitungen auch Strom für Ventile und Steuerung. In einem Smart Home kann die Bewässerung Regen berücksichtigen, wenn eine Wetterstation vorhanden ist. Ob sich eine Wetterstation lohnt, erklärt KNX-Wetterstation: sinnvoll oder Spielerei?.

Ein Tor- oder Garagenantrieb lässt sich ebenfalls einbinden. Praktisch ist eine Rückmeldung im Haus, ob das Tor geschlossen ist. Abends genügt dann ein Blick auf den Taster an der Haustür oder in die App, statt noch einmal hinauszugehen.

Auch eine Kamera am Eingang braucht Strom und idealerweise eine Netzwerkleitung. Beides ist über ein vorbereitetes Leerrohr schnell nachgezogen.

Was Sie später ergänzen können

Wenn Rohre und Grundleitungen liegen, können Sie vieles nach und nach ergänzen: Strahler für Bäume, weitere Leuchten, eine Kamera, Bewässerung oder Steckdosen im Beet. Ohne Rohre bleibt im Zweifel nur das Verlängerungskabel quer über den Rasen.

Kurz zusammengefasst

Der Garten braucht dieselbe Sorgfalt wie das Haus, nur früher als gedacht. Planen Sie Leerrohre und Leitungen, bevor Pflaster und Rasen kommen, trennen Sie Wegelicht und Gartenlicht in eigene Kreise und setzen Sie auf Bewegungsmelder statt Dauerlicht. Die Leuchten selbst können warten. Die Rohre nicht.

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