Zum Inhalt springen
MyKonnex
Planung 3 Min. Lesezeit

Smart Home später erweitern: Was Sie beim Bau schon vorbereiten sollten

Nicht jedes Smart-Home-Budget reicht für alles auf einmal. Welche Vorbereitungen im Rohbau dafür sorgen, dass Sie in ein paar Jahren ohne Stemmen nachrüsten können.

Beim Hausbau ist das Budget fast immer knapp. Viele Bauherren entscheiden sich deshalb, mit einem einfachen Smart Home zu starten und später zu erweitern. Das ist ein vernünftiger Plan, wenn eine Bedingung erfüllt ist: Alles, was in den Wänden steckt, muss schon beim Bau vorbereitet werden. Geräte lassen sich später leicht nachkaufen. Leitungen in fertig verputzten Wänden nicht.

Dieser Beitrag zeigt, welche Vorbereitungen sich lohnen und was Sie getrost auf später verschieben können.

Die Grundregel: Wände jetzt, Geräte später

Ein Smart Home besteht aus zwei Ebenen. Die eine ist die Infrastruktur: Leitungen, Leerrohre, Dosen und der Platz im Verteiler. Die andere sind die Geräte: Aktoren, Taster, Sensoren, Displays und die Software.

Die Infrastruktur entsteht im Rohbau und ist danach nur noch mit Schmutz und Aufwand zu ändern. Die Geräte dagegen sitzen meist im Verteiler oder in einer Unterputzdose und lassen sich jederzeit ergänzen. Daraus folgt eine einfache Regel: Sparen Sie bei den Geräten, nicht bei den Leitungen.

Was im Rohbau vorbereitet sein sollte

Busleitung zu allen sinnvollen Stellen. Wer KNX plant, sollte die Busleitung auch dorthin legen, wo heute noch kein Gerät hinkommt: an die Decke für spätere Präsenzmelder, an die Fenster für Kontakte, zu jedem Rollladen. Die Leitung selbst ist günstig, der Aufwand entsteht beim Verlegen.

Leerrohre in jedes Geschoss und nach außen. Ein Rohr von der Verteilung in jede Etage und eines Richtung Garage und Garten macht spätere Nachrüstungen überhaupt erst möglich. Mehr dazu im Beitrag Leerrohre im Neubau.

Platz im Verteiler. Jede Erweiterung braucht Platz für Aktoren auf der Hutschiene. Planen Sie deutlich mehr Reserve ein, als heute nötig ist. Ein zu kleiner Verteiler ist einer der teuersten Sparposten.

Leitungen einzeln zum Verteiler führen. Wenn jede Leuchte und jeder Rollladen eine eigene Leitung zur Verteilung hat, kann später jeder Kreis einzeln geschaltet oder gedimmt werden. Wer heute Leuchten zusammenfasst, kann sie morgen nicht mehr trennen.

Netzwerkleitungen. An Fernseher, Arbeitsplatz, Decke für Access Points und an einen zentralen Punkt für die Smart-Home-Technik.

Was Sie auf später verschieben können

Vieles muss zum Einzug nicht fertig sein:

  • Visualisierung und App. Eine schöne Oberfläche lässt sich nachträglich ergänzen, solange Netzwerk und Leerdosen vorhanden sind.
  • Displays und Wandtablets. Mit der richtigen Dose ist der Tausch später kein Problem.
  • Komfortfunktionen wie Szenen, Weckfunktionen oder Anwesenheitssimulation. Das ist vor allem Programmierarbeit.
  • Sprachsteuerung und die Anbindung an andere Systeme.
  • Einzelne Sensoren, wenn die Busleitung schon an der richtigen Stelle liegt.

Wichtig ist nur, dass diese Ausbaustufen bei der Planung bereits notiert sind. Dann weiß jeder Beteiligte, wofür die Reserve gedacht ist.

Dokumentation ist Teil der Vorbereitung

Die beste Vorbereitung nützt wenig, wenn in fünf Jahren niemand mehr weiß, wo welches Rohr endet. Fotografieren Sie die offenen Wände vor dem Verputzen, Raum für Raum. Und lassen Sie sich die vollständige ETS-Projektdatei übergeben. Ohne sie wird jede Erweiterung zur Suche. Was in eine gute Übergabe gehört, erklärt der Beitrag Was in eine KNX-Übergabedokumentation gehört.

Mit einer Ausbauliste planen

Hilfreich ist eine einfache Liste mit drei Spalten: Was kommt sofort, was in zwei bis drei Jahren, was vielleicht irgendwann. Daraus ergibt sich, welche Leitungen und Reserven heute nötig sind. Diese Liste ist auch für den Elektrobetrieb nützlich, weil sie zeigt, warum an bestimmten Stellen mehr Leitung liegt als scheinbar nötig.

Die passende Reihenfolge der Planungsschritte beschreibt Smart Home planen: Die Reihenfolge, die Geld spart. Und wer wissen möchte, in welchem Rahmen sich die Kosten bewegen, findet eine Einordnung unter Was kostet KNX?.

Kurz zusammengefasst

Ein Smart Home in Stufen aufzubauen ist sinnvoll, wenn die Infrastruktur von Anfang an für den Endausbau gedacht ist. Leitungen, Leerrohre, Netzwerk und ein großzügiger Verteiler gehören in den Rohbau. Geräte, Displays, App und Komfortfunktionen können warten. So bleibt das Budget heute im Rahmen, und die Erweiterung später kostet keine Baustelle im Wohnzimmer.

Passt das zu Ihrem Projekt?

Wir beraten unverbindlich – per Telefon, Mail oder vor Ort in NRW; Planung und Programmierung auch remote.

Anfrage senden

MyKonnex

KNX Systemintegration & Individualsoftware aus Velbert – eine Marke der RaumFaktum Rheinland GmbH. Wir schreiben aus der Praxis: eigene Projekte, eigene Werkzeuge (KNX Planer, RFplan), keine Werbeversprechen. Mehr über uns

Verwandte Artikel

Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen.

Kurze Schilderung genügt – wir melden uns innerhalb eines Werktags mit einer ehrlichen Einschätzung. Unverbindlich und kostenlos.

WhatsApp: 0160 / 94 64 88 67