Zum Inhalt springen
MyKonnex
Planung 3 Min. Lesezeit

Türkommunikation im Neubau planen: Klingel, Video und Smart Home

Von der einfachen Klingel bis zur Videosprechanlage mit App: Was Sie bei der Türkommunikation im Neubau entscheiden müssen, welche Leitungen nötig sind und wie sie ins Smart Home passt.

Die Klingel ist eines der Bauteile, über die beim Hausbau am wenigsten nachgedacht wird. Meist wird sie irgendwann zwischen Fliesenauswahl und Küchenplanung schnell entschieden. Dabei benutzen Sie die Türkommunikation jeden Tag, und eine falsche Entscheidung lässt sich später nur mit Aufwand korrigieren.

Dieser Artikel zeigt, was Sie im Neubau klären sollten, damit die Anlage heute passt und morgen erweiterbar ist.

Welche Varianten es gibt

Klingel mit Gong. Die einfachste Lösung. Sie hören, dass jemand da ist, mehr nicht.

Audiosprechanlage. Sie können mit dem Besucher sprechen, bevor Sie öffnen, und bei Bedarf den Türöffner betätigen.

Videosprechanlage. Zusätzlich sehen Sie, wer vor der Tür steht. Im Neubau ist das heute die häufigste Wahl.

Videosprechanlage mit App. Das Klingeln kommt auch auf dem Smartphone an, im Garten oder von unterwegs. Hier lohnt ein genauer Blick darauf, wie die Verbindung aufgebaut wird.

Die Technik dahinter: zwei Wege

Für Sie als Bauherr reicht es, zwei Grundprinzipien zu kennen:

Zweidraht-Systeme übertragen Ton, Bild und Strom über eine einfache zweiadrige Leitung. Sie sind robust und eignen sich gut, wenn vorhandene Leitungen genutzt werden sollen.

Netzwerkbasierte Systeme arbeiten über Netzwerkkabel. Außenstation und Innenstationen werden dabei oft direkt über das Netzwerkkabel mit Strom versorgt. Sie lassen sich leichter mit Smartphone, Tablet und Smart Home verbinden.

Im Neubau ist die Entscheidung weniger wichtig, als es scheint, wenn die richtigen Leitungen liegen. Und genau das ist der eigentliche Planungspunkt.

Wo die Außenstation sitzt

Die Position der Außenstation entscheidet darüber, ob die Kamera später brauchbare Bilder liefert.

  • Höhe. Die Kamera sollte Gesichter von Erwachsenen erfassen, aber auch Kinder nicht übersehen. Hersteller geben Montagehöhen an, die Sie vor dem Verputzen kennen sollten.
  • Gegenlicht. Eine Außenstation, die direkt in die Abendsonne blickt, zeigt nur Silhouetten. Ein Vordach hilft.
  • Pforte oder Haustür. Bei einem Grundstück mit Tor stellt sich die Frage, ob die Station am Tor, an der Haustür oder an beiden Stellen sitzen soll. Für das Tor braucht es eine eigene Leitung durch den Garten, die vor dem Pflastern liegen muss.

Wo die Innenstationen hingehören

Eine Innenstation im Flur ist Standard. Sinnvoll ist meist eine zweite: in der Küche, im Obergeschoss oder im Arbeitszimmer. Überlegen Sie, wo Sie sich tagsüber am häufigsten aufhalten und wo Sie die Klingel überhören würden.

Jede Innenstation braucht eine Leitung. Auch hier gilt: lieber eine Dose zu viel vorbereiten als später Kabel auf Putz verlegen.

Einbindung ins Smart Home

Eine Türkommunikation kann mehr als klingeln, wenn sie mit der übrigen Haustechnik verbunden ist:

  • Licht beim Klingeln. Abends schaltet sich die Außenbeleuchtung ein, sobald jemand klingelt.
  • Klingelsignal im ganzen Haus. Läuft Musik oder ist man im Keller, kann ein Lichtsignal oder eine Durchsage auf das Klingeln hinweisen.
  • Türöffner und Motorschloss. Mit einer passenden Haustür lässt sich die Tür auf Knopfdruck öffnen oder abends automatisch verriegeln. Das muss mit dem Türenhersteller früh abgestimmt werden, weil die Leitung durch den Türrahmen geht.

Diese Wünsche gehören in die Funktionsliste, damit Elektrobetrieb und Türlieferant dasselbe planen.

Datenschutz an der Haustür

Eine Kamera an der Haustür nimmt nicht nur Besucher auf. Achten Sie darauf, dass sie nicht dauerhaft den öffentlichen Gehweg oder das Nachbargrundstück erfasst, und richten Sie den Bildausschnitt entsprechend ein.

Bei Systemen mit App lohnt außerdem die Frage, ob Bilder über einen Herstellerserver laufen oder im Haus bleiben. Wie Sie Zugriffe von außen sicher gestalten, beschreiben wir in Fernzugriff sicher einrichten.

Die Checkliste für die Planung

  1. Variante festlegen: Audio, Video, mit oder ohne App
  2. Position der Außenstation mit Höhe und Lichtsituation
  3. Netzwerkkabel plus Leerrohr zur Außenstation, ggf. auch zum Tor
  4. Anzahl und Position der Innenstationen
  5. Türöffner oder Motorschloss mit dem Türlieferanten abstimmen
  6. Wünsche zur Smart-Home-Einbindung in die Funktionsliste

Passt das zu Ihrem Projekt?

Wir beraten unverbindlich – per Telefon, Mail oder vor Ort in NRW; Planung und Programmierung auch remote.

Anfrage senden

MyKonnex

KNX Systemintegration & Individualsoftware aus Velbert – eine Marke der RaumFaktum Rheinland GmbH. Wir schreiben aus der Praxis: eigene Projekte, eigene Werkzeuge (KNX Planer, RFplan), keine Werbeversprechen. Mehr über uns

Verwandte Artikel

Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen.

Kurze Schilderung genügt – wir melden uns innerhalb eines Werktags mit einer ehrlichen Einschätzung. Unverbindlich und kostenlos.

WhatsApp: 0160 / 94 64 88 67